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Über uns
Über uns

Die Medizinische Klinik III, Kardiologie und Kreislauferkrankungen, ist integraler Bestandteil des Department für Innere Medizin am Universitätsklinikum Tübingen und des Deutschen Herzkompetenzzentrum Tübingen. Die Medizinische Klinik III ist eine Klinik der Maximalversorgung und bietet ein großes Spektrum an Behandlungmöglichkeiten für Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen an. Zu der Klinik gehören 6 Stationen mit insgesamt 8o stationären und teilstationären Betten.

Ziel unserer Klinik ist es mit höchster Qualität die besten Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für unsere Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, werden ständig neue innovative Behandlungsformen angeboten, begleitet durch ein anspruchvolles wissenschaftliches Qualitätsprogramm. Unser gesamtes Mitarbeiterteam engagiert sich stark in der Grundlagenwissenschaft und Klinischen Forschung. Über 50% unserer Behandlungen werden in klinischen Studien (z.B. lokalen, nationalen, internationalen Studien) eingebunden.

Alle unserer ärztlichen und nichtärztlichen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und qualifiziert, um ein Höchstmaß an medizinischer Qualität zu gewährleisten.

Ein wesentliches Merkmal unserer Universitätsklinik ist die Förderung und Ausbildung des ärztlichen und wissenschaftlichen Nachwuchses. Im Rahmen der Weiterbildungsordnung für Ärzte bilden wir Fachärzte strukturiert aus und ermöglichen durch einen klar strukturierten Ausbildungsplan (Rotation)ein anspruchvolles und zielgerichtetes Curriculum. Engagierte Famulanten, Studenten im Praktischen Jahr und Gastärzte sind herzlich willkommen.

 

Informieren Sie sich im Folgenden über unsere Behandlungsmöglichkeiten

TAVI – minimalinvasive Behandlung der Aortenklappenstenose

Was ist eine Aortenklappenstenose?

 

Die Aortenklappenstenose ist die häufigste Herzklappenerkrankung bei Erwachsenen. In der Regel kommt es im höheren Lebensalter zur Verkalkung der Klappe, deren Öffnung dadurch zunehmend eingeschränkt wird. Bei kritischer Aortenklappenstenose kann nicht genug Blut von der Herzkammer in den großen Kreislauf gepumpt werden. Dadurch kommt es zu Symptomen wie Schwindel, Schwächegefühl, kurzfristiger Bewußtlosigkeit, Brustschmerzen oder Luftnot. Eine hochgradige Einengung der Aortenklappe ist mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung verbunden.

 

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

 

Die Behandlung einer hochgradigen Aortenklappenstenose durch Erneuerung der Herzklappe hat zum Ziel die Beschwerden des Patienten zu lindern, seine körperliche Leistungfähigkeit zu verbessern und seine Lebenserwartung zu verlängern, die bei kritischer Aortenklappenstenose erheblich verkürzt ist. Prinzipiell bestehen zwei Möglichkeiten die Aortenklappe zu erneuern: operative chirurgischer Aortenklappenersatz und minimalinvasive kathetergestützte Aortenklappeneinsatz (TAVI). Bei der operativen Behandlung der Aortenklappenstenose (Verkalkung der Aortenklappe) wird das Brustbein ganz oder teilweise gespalten. Unter Einsatz der Herz- Lungen-Maschine wird die degenerativ veränderte Klappe herausgeschält und durch eine mechanische oder biologische Klappe ersetzt. Die TAVI kann ohne Spaltung des Brustbeins, ohne Herz-Lungenmaschine und ohne Vollnarkose in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Die alte Klappe wird nicht ausgetauscht, sondern von einer zusammengefalteten Ersatzklappe, die über einen Katheter eingeführt wird, überdeckt. Dabei wird die alte Herzklappe in die Wand der Aorta gedrückt und die neue spannt sich nach Zurückziehen des Katheters im Bereich der alten Klappe auf. Der Eingriff wird schmerzfrei am schlagenden Herzen vorgenommen. Die TAVI wird insbesondere bei Patienten durchgeführt, bei denen eine Operation durch fortgeschrittenes Lebensalter oder Begleiterkrankungen nur mit einem sehr hohen Risiko möglich ist oder oft auch gar nicht durchgeführt werden kann. Bei diesen Patienten ist die nicht-operative Kathetertechnik (TAVI) eine schonende und erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit.

Wie funktioniert die Methode “TAVI”?

 

Bei der TAVI wird der Katheter meist über die Leistenarterie eingeführt. Der EIngriff wird unter lokaler Betäubung schmerzfrei ohne Vollnarkose durchgeführt. Die neue Herzklappe wir über den Katheter an die Stelle der alten verengten Klappe positioniert. Unter Durchleuchtungskontrolle wird die neue Klappe im Bereich der alten Klappe aufgedehnt und der Blutfluß aus der Herzkammer dadurch wieder normalisiert. Der Eingriff wird durch einen spezialisierten Kardiologen in Anwesenheit eines Anästhesisten und Herzchirurgen und weiteren nichtärztlichen Assistenten(innen) durchgeführt und dauert in der Regel 1 bis 2 Stunden.

 

Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

 

Im Normalfall erfolgt an einem ambulanten Termin (prästationärer Tag) eine ausführliche Aufklärung über den Eingriff und notwendige Untersuchungen wie eine ausführliche körperliche Untersuchung, transösophageale Echokardiographie (“Schluckecho”), Labordiagnostik, CT-Diagnostik, Herzkatheter etc.. Alle Behandlungen werden vorher im gemeinsamen “Heart-Team” besprochen, um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Am Tag der stationären Aufnahme erfolgen weitere notwendige Vorbereitungsmaßnahmen. Am Tag der Behandlung wird in einer 1-2 stündigen Prozedur die TAVI in unserem hochmodernen “Hybrid”-Katherlabor durchgeführt. Der Eingriff wird bei uns in der Regel ohne Vollnarkose in lokaler Betäubung schmerzfrei durchgeführt. Danach wird der Patient für ein Tag auf unserer kardiologischen Überwachungsstation oder Intensivstation überwacht. Der Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel 7-9 Tage. Nach einer sorgfältigen Abschlußkontrolle erfolgt die Entlassung.

 

Was muß nach der Behandlung beachtet werden?

 

Das Verfahren der TAVI ist eine sehr gut verträgliche Behandlungsmöglichkeit eines schweren Herzklappenfehler. In der Regel wird die Behandlung sehr gut vertragen und sehr oft ist eine unmittelbare Verbesserung der Beschwerden zu erwarten. Es können jedoch Komplikationen auftreten wie Nachblutungen, Herzbeuteltamponaden, Rhythmusstörungen, Infektionen, Schlaganfälle, auf die unser Team ständig vorbereitet ist und in der Regel beherrscht werden können. Schwerwiegende Komplikationen wie Tod oder Schlaganfall können auftreten, wenn auch deutlich weniger als bei einer konventionellen Operation am offenen Herzen. In EInzelfällen muß auch wegen Rhathmusstörungen ein Schrittmacher eingesetzt werden.

 

Nach der Behandlung ist der Patient zunehmend belastbarer. Eine Anschlußheilbehandlung wird in der Regel angeboten. Nach Implantation der TAVI ist eine dreimonatige intensivere Blutverdünnung notwendig. Während dieser Zeit besteht eine erhöhte Blutungsneigung.

 

 

Welche Erfahrung hat das Universitätsklinikum Tübingen mit dieser Behandlungsmethode?

 

Die Kardiologie in Tübingen zählt zu den erfahrensten Zentren in der Behandlung der Aortenklappenstenose. Seit 2008 wurden an unserem Zentrum über 900 Eingriffe durchgeführt mit einer hohen Erfolgsrate. Wir sind einer der wenigen Zentren in Deutschland und weltweit, welche das Verfahren erfolgreich in der Regel ohne Vollnarkose sicher und schonend durchführen. Alle Behandlungen werden wissenschaftlich aufgearbeitet, um eine kontinuierliche Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung sicherzustellen. In der unten stehenden Abbildung werden unsere Erfolgszahlen im nationalen und internationalen Rahmen dargestellt.

 

Hier Abb.

 

 

Wie sieht die Nachsorge aus?

Nach 3 Monaten wird die korrekte Lage des “TAVI” und die Funktion der Herzklappe durch Echokardiographie evaluiert und der Erfolg der Behandlung durch eine sorgfältige kardiologische Untersuchung beurteilt. Im Anschluß daran erfolgen unabhängig von dem Eingriff normale kardiologische meist halbjährliche ambulante Kontrollen im niedergelassenen Bereich.

 

Wie kann ich mich bei Ihnen zu einer möglichen Behandlung vorstellen?

 

Sollten Sie Fragen haben ob diese Behandlung bei Ihnen möglich und medizinisch sinnvoll ist, vereinbaren Sie einen ambulanten Termin in unserer Aortenklappensprechstunde.

 

Ansprechpartner:

Oberarzt Prof. Dr. Tobias Geisler

 

Interventionelle Behandlung bei Mitralklappenerkrankungen (MitraClip)

Team

Jun.-Prof. Dr. med. Harald Langer

Geschäftsführender Oberarzt, Leiter Mitralklappenprogramm

PD Dr. med. Jürgen Schreieck

Leitender Oberarzt,  Leiter Rhythmologie, MitraClip Implantationen

Prof. Dr. med. Peter Seizer

Leiter EPU-Labor, MitraClip Implantationen

 

PD Dr. med. Christine Meyer-Zürn

Oberärztin,

Echokardiographie 

Dr. med. Iris Müller

Oberärztin,

Echokardiographie

Dr. med. Johannes Patzelt

Dr. med. Michael Droppa

Echokardiographie

 

 

Sprechstunde: immer Freitags (Herzklappensprechstunde)

Kontakt: Belegmanagement (Tel: 07071-29-82703)

 

Wie äußert sich eine Mitralklappeninsuffizienz?

Die Undichtigkeit (“Insuffizienz”) der Mitralklappe (“Mitralklappeninsuffizienz”) kommt sehr häufig als Erstmanifestation einer Herzerkrankung vor und ist mit Beschwerden wie Schwäche und Luftnot (“Dyspnoe”) vergesellschaftet, die Ausdruck einer Herzmuskelschwäche sind. Wird die Undichtigkeit zu stark, gibt es im Herzen einen Rückstau von Blut in die Lunge, was zur Fehlfunktion der Lunge führt mit Überwässerung derselben. Im weiteren Verlauf kommt es dann auch zu Wassereinlagerungen in weiteren Organen wie der Leber und Niere, aber auch in die Unterschenkel. Dies ist dann ein möglicherweise bedrohliches Zeichen einer schwereren Mitralklappenerkrankung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

 Die Behandlung dieser Undichtigkeit durch (“konservativer Therapieansatz”) ist oft nur bedingt möglich. Daher kann es zum Fortschreiten der Herzmuskelschwäche, die auch wiederum eine Verschlimmerung der Klappenundichtigkeit fördern kann, kommen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Mitralklappe zu “rekonstruieren”, d.h. durch mechanische Maßnahmen wieder abzudichten. Je nach Situation ist ein operatives Vorgehen (Reparatur oder Herzklappenersatz) oder ein Vorgehen mittels Kathetertechnik (MitraClip) möglich. Der MitraClip kommt vor allem bei Patienten mit hohem operativem Risiko zum Einsatz und ist eine schonende und erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit für diese Patienten.

Wie funktioniert die Methode “MitraClip”?

Dadurch, dass die MitraClip-Technik ein nicht-operatives, minimal-invasives Verfahren ist, welches in geeigneten Fällen auch ohne Narkose und ohne Eröffnung des Brustkorbes zur Beseitigung der Undichtigkeit der Mitralklappe eingesetzt werden kann, stellt die Technik ein schonendes Verfahren dar. Hierbei wird über die Leistenvene wie bei einem “normalen” Herzkatheter ein MitraClip-Katheter eingeführt und nach Punktion des Vorhofseptums in den linken Vorhof an die Stelle der betroffenen Herzklappe eingebracht. Unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle wird der “Clip” in Position gebracht, so dass seine maximale Kontrolle über die Prozedur vorhanden ist und so die Undichtigkeit der Herzklappe behoben werden kann.

Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

In der Regel erfolgt an einem prästationären Tag (ambulanter Termin) eine persönliche Aufklärung über den Eingriff und weitere notwendige Untersuchungen. Auch wird eine ausführliche körperliche Untersuchung durchgeführt, weiterhin in der Regel eine transösophageale Echokardiographie (“Schluckecho”), eine Labordiagnostik und ggf. weitere notwendige Untersuchen zur Vorbereitung des Eingriffs. Wichtig ist, dass in unserem Haus durch die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen der Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie alle Behandlungen vorher im gemeinsamen “Heart-Team” ausführlich besprochen werden, um eine bestmögliche interdisziplinäre Versorgung sicherzustellen.

 Tag 1: es erfolgt die Anlage eines zentralen Venenkatheters (über Armvene oder Halsvene) und falls notwendig weitere Untersuchungen.

Tag 2: es wird der Eingriff in unserem hochmodernen “Hybrid”-Katheterlabor durchgeführt, dies wird durch ein Expertenteam bestehend aus 3 Kardiologen und mehreren kardiologischen Pflegekräften durchgeführt. Der Eingriff wird bei uns in der Regel ohne Vollnarkose in tiefer Sedierung, in geeigneten Fällen auch in lokaler Betäubung schmerzfrei durchgeführt und dauert im Schnitt weniger als 1 Stunde.

Tag 2-4: Danach wird der Patient in der Regel für einen Tag auf unserer kardiologischen Überwachungsstation oder Intensivstation überwacht.

Tag 3-5: Nach Verlegung auf die Normalstation erfolgt dann eine sorgfältige Abschlusskontrolle und dann die Entlassung.

Was muß nach der Behandlung beachtet werden?

Das Verfahren des MitraClip ist eine sehr schonende, gut verträgliche und risikoarme Behandlungsmöglichkeit eines schweren Herzklappenfehlers, falls die Operation nicht möglich ist. In der Regel wird die Behandlung sehr gut vertragen und sehr oft ist eine schnelle Verbesserung der Beschwerden zu beobachten. Komplikationen (Nachblutungen, Herzbeuteltamponaden, Rhythmusstörungen, Infektionen etc.) sind sehr selten und bei Auftreten in der Regel sicher zu beherrschen. Schwerwiegende Komplikationen wie Tod oder Schlaganfall sind in der Literatur beschrieben, jedoch unwahrscheinlich. Wir haben in unserer Klinik mittlerweile eine sehr große Erfahrung, da unsere Klinik seit Einführung des Verfahrens MitraClip Implantationen durchführt.

Nach der Behandlung ist der Patient wieder sehr schnell normal belastbar und eine Anschlussheilbehandlung ist in der Regel nicht notwendig, kann aber bei Bedarf diskutiert werden. Nach Implantation des MitraClips ist eine dreimonatige intensivere Blutverdünnung notwendig, wobei dann während dieser Zeit eine erhöhte Blutungsneigung besteht.

Welche Erfahrung haben wir am Universitätsklinikum Tübingen mit dieser Behandlungsmethode?

 Die Kardiologie in Tübingen zählt zu den erfahrensten Zentren in der Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz mit dem MitraClip-System. Seit 2008 wurden an unserem Zentrum mehrere hundert Eingriffe durchgeführt mit einer sehr hohen Erfolgsrate. Wir sind eines der wenigen Zentren in Deutschland und weltweit, welches das Verfahren erfolgreich in der Regel ohne Vollnarkose sicher und schonend durchführt. Alle Behandlungen werden wissenschaftlich aufgearbeitet, um eine kontinuierliche Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung sicherzustellen.

Wie sieht die Nachsorge für Sie aus?

Nach 3 Monaten wird die korrekte Lage des “Clips” und die Funktion der Herzklappe durch Echokardiographie evaluiert und der Erfolg der Behandlung durch eine sorgfältige kardiologische Untersuchung beurteilt. Im Anschluss daran erfolgen unabhängig von dem Eingriff normale kardiologische meist halbjährliche ambulante Kontrollen im niedergelassenen Bereich.

 Wie können Sie sich bei uns zu einer möglichen Behandlung vorstellen?

 Sollten Sie Fragen haben ob diese Behandlung bei Ihnen möglich und medizinisch sinnvoll ist, vereinbaren Sie einen ambulanten Termin in unserer Mitralklappensprechstunde.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. med. Harald Langer, Geschäftsführender Oberarzt

Stellvertreter: Frau Oberärztin Dr. Iris Müller

Eigene Publikationen sowie „Milestone“ Publikationen zum Verfahren MitraClip (monozentrisch und multizentrisch)

  1. Percutaneous mitral valve edge-to-edge repair (PMVR) using simultaneous biatrial intracardiac echocardiography (ICE) - first in man experience
    Johannes Patzelt, Peter Seizer, Ying Ying Zhang, Tobias Walker, Juergen Schreieck, Meinrad Gawaz, and Harald F. Langer. Circulation, accepted.
  1. Patzelt J, Zhang Y, Seizer P, Magunia H, Henning A, Riemlova V, Patzelt TA, Hansen M, Haap M, Riessen R, Lausberg H, Walker T, Reutershan J, Schlensak C, Grasshoff C, Simon DI, Rosenberger P, Schreieck J, Gawaz M, Langer HF. Effects of Mechanical Ventilation on Heart Geometry and Mitral Valve Leaflet Coaptation During Percutaneous Edge-to-Edge Mitral Valve Repair. JACC Cardiovasc Interv. 2015 S1936-8798(15)01678-7.
  2. Percutaneous edge-to-edge mitral valve repair escorted by left atrial intracardiac echocardiography (ICE). Henning A, Mueller II, Mueller K, Zuern C, Walker T, Gawaz M, Schreieck J, Langer HF. Circulation. 2014 Nov 11;130(20):e173-4.
  3. Götz N, Patzelt J, Seizer P, Walker T, Gawaz M, Langer HF. Percutaneous mitral valve repair (PMVR) in a patient with recurrence of mitral regurgitation 17years after surgical reconstruction. Int J Cardiol. 2015 Dec 15;201:321-3.
  4. Patzelt J, Seizer P, Walker T, Bauer A, Gawaz M, Schreieck J, Langer HF.Cardiac arrest saves a patient's procedure. Int J Cardiol. 2015 Apr 15;185:165-6. doi: 10.1016/j.ijcard.2015.03.128. Epub 2015 Mar 11. No abstract available.
  5. Puls M, Lubos E, Boekstegers P, von Bardeleben RS, Ouarrak T, Butter C, Zuern CS, Bekeredjian R, Sievert H, Nickenig G, Eggebrecht H, Senges J, Schillinger W. One-year outcomes and predictors of mortality after MitraClip therapy in contemporary clinical practice: results from the German transcatheter mitral valve interventions registry. Eur Heart J. 2015 Nov 27. pii: ehv627.
  1. Schueler R, Nickenig G, May AE, Schillinger W, Bekeredjian R, Ouarrak T, Schofer J, Hehrlein C, Sievert H, Boekstegers P, Lubos E, Hoffmann R, Baldus S, Senges J, Hammerstingl C. Predictors for short-term outcomes of patients undergoing transcatheter mitral valve interventions: analysis of 778 prospective patients from the German TRAMI registry focusing on baseline renal function. EuroIntervention. 2015 Sep 8;11(5). pii: 20140802-02.
  1. Zuern CS, Bauer A, Lubos E, Boekstegers P, Puls M, Bardeleben RS, Ouarrak T, Butter C, Eggebrecht H, Nickenig G, Zahn R, Senges J, May AE. Influence on non-cardiac comorbidities on outcome after percutaneous mitral valve repair: results from the German transcatheter mitral valve interventions (TRAMI) registry. Clin Res Cardiol. 2015 Dec;104(12):1044-53.
Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

Was ist eine Herzinsuffizienz?

Eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) beschreibt die verminderte Pumpfunktion des Herzens. Je nach Schweregrad und Art der Herzinsuffizienz können unterschiedliche Beschwerden auftreten: z. B. Atemnot beim Treppensteigen oder bei anderen körperlichen Belastungen (in fortgeschrittenem Stadium auch bereits in Ruhe). Zudem sind bei einer Herzinsuffizienz Wassereinlagerungen (Ödeme) möglich, z. B. in der Lunge oder den Beinen bzw. am Fußrücken (Betroffene merken, dass die Schuhe nicht mehr passen). Nachts kann es zu vermehrtem Wasserlassen kommen (wenn die Wassereinlagerungen während des Schlafs aus dem Gewebe zurückfließen und ausgeschieden werden). Betroffene schlafen teilweise mit erhöhtem Oberkörper bzw. mit einem Kissen unter dem Rücken, da bei aufrechter Haltung die Wassereinlagerungen in der Lunge abnehmen und somit das Atmen im Schlaf erleichtert wird. Häufig zeigt sich bei einer Herzinsuffizienz eine verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Zudem können Herzrhythmusstörungen auftreten.

Wie entsteht eine Herzinsuffizienz?

Die Herzinsuffizienz kann auf dem Boden zahlreicher Erkrankungen wie z. B. der koronaren Herzkrankheit/Herzinfarkt, Bluthochdruck, Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündungen, angeborene Herzfehler, Alkoholmissbrauch, Herzrhythmusstörungen oder Überfunktion der Schilddrüse entstehen. Bei einem Teil der Patienten kann jedoch keine Ursache gefunden werden; hier sind meist Veränderungen des Erbguts (der Gene) für die Entstehung der Herzschwäche verantwortlich.

 

Wie wird die Herzinsuffizienz diagnostiziert?

Bestehen bei Ihnen Symptome, die auf das Vorliegen einer Herzinsuffizienz hindeuten, erfolgt in unserer Klinik neben einem ausführlichen Gespräch (sog. Anamnese) eine körperliche Untersuchung, die Ableitung eines EKGs sowie eine Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) und die Aufnahme eines Röntgenbildes. Durch diese Untersuchungen kann die Herzinsuffizienz sicher diagnostiziert werden. Diese Untersuchungen werden in der Regel ambulant (in der Herzinsuffizienz-Sprechstunde) durchgeführt.

Sollte sich das Vorliegen einer Herzinsuffizienz bestätigen, ist es wichtig, die Ursache der Erkrankung zu finden. In der Regel ist hierfür eine Herzkatheteruntersuchung notwendig. Abhängig vom Befund werden wir Ihnen gegebenenfalls eine Kernspinntomographie (Kardio-MRT) sowie die Entnahme einer Herzprobe (Herzbiopsie) empfehlen. Diese Untersuchungen erfordern in der Regel einen kurzen stationären Aufenthalt.

Bei Verdacht auf das Vorliegen eines Gendefekts werden wir eine Genanalyse veranlassen.

 

Wie wird die Herzinsuffizienz behandelt?

Zunächst einmal muss die zugrunde liegende Erkrankung gut behandelt werden. Dies kann zum Beispiel die Erweiterung eines oder mehrerer Herzkranzgefäße sein, falls eine koronare Herzerkrankung vorliegt. Im Falle von Herzklappendefekten sollten diese behoben werden, zum Beispiel durch MitraClip oder TAVI. Ebenso sollte der Blutdruck gut eingestellt und Herzrhythmusstörungen behoben werden.

Zusätzlich benötigen alle Patienten mit Herzinsuffizienz verschiedene Medikamente zur Herzentlastung, welche abhängig vom Stadium verordnet werden. Dies können Betablocker, ACE-Hemmer, Aldosteronantagonisten und Diuretika sein.

In fortgeschrittenen Stadien kann die Implantation eines Defibrillators zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod notwendig werden. Manche dieser Geräte steigern durch eine „Re-Synchronisation“ der Herzkammern zusätzlich deren Pumpkraft.

Sollte die Herzinsuffizienz so weit fortgeschritten sein, dass eine ausreichende Lebensqualität nicht mehr gegeben ist, kann eventuell auch eine Kunstherzimplantation (sog. „assist-devices“) oder sogar eine Herztransplantation in Frage kommen.

 

Wie kann ich mich bei Ihnen zu einer möglichen Behandlung vorstellen?

Sollten Sie Fragen zu den verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten haben, vereinbaren sie bitte einen ambulanten Termin in unserer Herzinsuffizienzsprechstunde.

 

Ansprechpartner:

Oberarzt Dr. med. Michael Gramlich

Oberärztin Frau PD Dr. Christine Meyer-Zürn

Ablationstherapie bei Vorhofflimmern

Was ist eigentlich Vorhofflimmern?

 

Bei Vorhofflimmern handelt es sich um eine häufige Rhythmusstörung, bei der es zur ungeordneten Aktivierung der Vorhöfe kommt. Das führt zu einem unruhigen, unregelmäßigem Puls. Vorhofflimmern kann dabei in selbst limitierender Form (Paroxysmales Vorhofflimmern) oder anhaltender Form auftreten (Persistierendes Vorhofflimmern). Symptome können Herzrasen, Schwindel, Abgeschlagenheit, Leistungsminderung und eingeschränkte Belastungsfähigkeit sein. Problematisch ist, dass Vorhofflimmern sowohl zu Herzschwäche als auch zu Schlaganfällen führen kann. Das Auftreten von Vorhofflimmern kann durch eine weitere behandlungsbedürftige Herzerkrankung bedingt sein. Es kann allerdings auch ohne eine erkennbare Herzerkrankung auftreten.

 

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

 

Vorhofflimmern kann sowohl mit Medikamenten als auch mit Katheterablation behandelt werden. Problematisch ist, dass die meisten rhythmusstabilisierenden Medikamente z.T. erhebliche Nebenwirkungen aufweisen und auch nur mäßig wirksam sind.

Grundsätzlich gilt das Prinzip (Frequenzregularisation), dass Vorhofflimmern mit mittleren Herzfrequenzen über 110 Schläge pro Minute mit herzbremsenden Medikamenten behandelt werden muss. Desweiteren muss eine Blutverdünnung (Antikoagulation) bei Vorhofflimmerpatienten zum Schutz vor einem Schlaganfall durchgeführt werden wenn zusätzliche Risikofaktoren beim Vorhofflimmerpatienten vorliegen.

 

 

Wie funktioniert die Methode “Vorhofflimmerablation”?

 

Ziel einer Vorhofflimmerablation ist das Ausschalten von arrhythmognenem Herzvorkammergewebe, vor allem am Eingang zu den Lungenvenen (Lungenvenenisolation) und ggf. eine zusätzliche Verödung von arrhythmogenem Gewebe in den Herzvorkammerwänden. Die Lokalisierung und die Verödung von entsprechendem Herzgewebe wird durch steuerbare dünne Katheter durchgeführt, die über die Leistengefäße mittels Stich durch die Haut eingeführt werden.

Als Techniken werden dabei vor allem die Hitzeverödung (Radiofrequenzablation, in Tübingen nur anpresskraft-optimiert) oder die Kryoablation (Kältetechnik) eingesetzt. Für komplexe Fälle bei schwierigem oder sehr hartnäckigem Vorhofflimmern haben wir auch einen Roboterarm im EPU-Labor im Einsatz, mit dem präzise Linienverödungen durchgeführt werden können.

Um allen individuell unterschiedlichen Ursachen für Vorhofflimmern gerecht zu werden, haben wir an breites Spektrum an Mess-Methoden und Ablationstechniken etabliert.

Wenn die Katheterablation nicht ausreichend wirksam ist, kann sie wiederholt werden. Dabei wird an den verödeten Arealen nachgebessert, oder die Verödungsstrategie erweitert.

 

Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

 

Im Normalfall erfolgt an einem ambulanten Termin (prästationärer Tag) eine ausführliche Aufklärung über den Eingriff und notwendige Untersuchungen wie eine ausführliche körperliche Untersuchung, transösophageale Echokardiographie (“Schluckecho”), Labordiagnostik etc.. Am Tag der stationären Aufnahme (Tag 1) erfolgt der Eingriff in unserem hochmodernen EPU-Labor. Der Eingriff wird bei uns in der Regel in oberflächlicher Narkose (Analgosedierung) schmerzfrei durchgeführt und dauert 1,5-4 Stunden. Danach wird der Patient für einen Tag auf unserer kardiologischen Normalstation überwacht (Tag 2) und nach einer sorgfältigen Abschlußkontrolle am 3.Tag entlassen.

 

Was muß nach der Behandlung beachtet werden?

 

Das Verfahren der Katheterablation ist eine gut verträgliche und risikoarme Behandlungsmöglichkeit von Vorhofflimmern. In der Regel wird die Behandlung sehr gut vertragen. Komplikationen (Nachblutungen, Herzbeutelblutungen, Rhythmusstörungen, Infektionen etc.) sind sehr selten und bei Auftreten in der Regel sicher zu beherrschen.

 

Nach der Behandlung ist der Patient nach 3 Tagen normal belastbar. Eine Anschlußheilbehandlung ist nicht notwendig. Nach erfolgter Ablation ist eine mindestens zweimonatige Blutverdünnung zwingend notwendig. Eine längerdauerende Blutverdünnertherapie hängt von bestimmten Patientenrisikofaktoren ab.

 

 

Welche Erfahrung hat das Universitätsklinikum Tübingen mit dieser Behandlungsmethode?

 

Die Kardiologie in Tübingen zählt zu den erfahrensten Zentren in der Behandlung des Vorhofflimmerns, die hier seit den Pionierzeiten der Vorhofflimmerablation durchgeführt wird. Der Leiter der Rhythmologie betreibt die Vorhofflimmerablation aktiv seit 18 Jahren. Es werden mehrere Hundert Ablationen pro Jahr durchgeführt (über 600 Rhythmuskatheterprozduren im Jahr 2015). Alle Behandlungen werden einer kontinuierliche Qualitätskontrolle unterzogen um ein durchweg hohes Qualitätsniveau sicherzustellen. Alle selbstständig arbeitenden ärztlichen Mitglieder des Ablations-Team haben die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

 

 

Wie sieht die Nachsorge aus?

Es ist keine spezifische Nachsorge notwendig. Aus Gründen der Qualitätssicherung wird bei manchen Patienten eine Verlaufskontrolle in unserer Ambulanz empfohlen. Die weitere Betreuung kann in der Regel vom niedergelassenen Kardiologen erfolgen.

 

Wie kann ich mich bei Ihnen zu einer möglichen Behandlung vorstellen?

 

Sollten Sie Fragen haben ob diese Behandlung bei Ihnen möglich und medizinisch sinnvoll ist, vereinbaren Sie einen ambulanten Termin in unserer Rhythmussprechstunde.

 

Ansprechpartner:

PD Dr. med. Jürgen Schreieck, leitender Oberarzt, Leiter der Rhythmologie

PD Dr. med. Peter Seizer, Oberarzt, Leiter des EPU-Labors

Dr. med. Michael Gramlich, Oberarzt

Ablationstherapie bei ventrikulären Tachykardien (VT-Ablation)

Was sind ventrikuläre Tachykardien?

 

Bei ventrikulären Tachykardien handelt es sich um eine Herzjagen oder Stolperrhythmusstörungen aus den Herzkammern. Das Stolperherz weist meist auf Herzerkrankungen hin und kommt gelegentlich auch bei gesunden Patienten vor und bleibt dann harmlos. Das Herzjagen aus den Herzkammern ist meist mit Herzerkrankungen verbunden, kann zu Schwindel oder Ohnmachtsanfällen oder bei ernsten Herzerkrankungen gar zum plötzlichen Herztod führen. Eine klare Rhythmusdiagnose mit Rhythmusmonitoring ist genauso unerlässlich wie eine kompletter kardiologische Diagnostik und Therapie der möglicherweise zu Grunde liegenden Herzerkrankung.

 

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

 

Neben einer konsequenten Behandlung von Herzerkrankungen und Risikofaktoren ist bei ernsten Herzerkrankungen mit gefährlichen ventrikulären Tachykardien der zuverlässige Schutz gegen den plötzlichen Herztod durch das Einsetzen eines Defibrillator-Schrittmachersystems (ICD) notwendig, da Medikamente zwar Symptome von ventrikulären Tachykardien reduzieren können, aber nicht gegen den plötzlichen Herztod schützen. Wenn die Herzerkrankung gut behandelt werden kann, oder vorübergehender Natur ist (Herzmuskelentzündung) kann in Einzelfällen das vorübergehende Tragen einer Lebensrettungsweste (LifeVest) alternativ einen ebenso adäquaten Schutz bieten.

Wenn Herzjagen trotz solcher Behandlungen wiederkehren, zu ernsten Symptomen führen (Ohnmacht, Kollaps) oder bei implantierten Defibrillatoren (ICD) zu Schockabgaben führen ist in der Regel eine Katheterablation der ventrikulären Tachykardie (VT-Ablation) notwendig.

 

Wie funktioniert die Methode “VT-Ablation”?

 

Ziel einer VT-Ablation ist das Ausschalten von arrhythmogenem Herzkammergewebe, vor allem in und um Herzinfarktnarben, aber auch an Verwachsungen an den Klappenrändern der Herzkammern. Die Lokalisierung und die Verödung von entsprechendem Herzgewebe wird durch steuerbare dünne Katheter durchgeführt, die über die Leistengefäße mittels Stich durch die Haut eingeführt werden.

Als Techniken werden dabei vor allem die Hitzeverödung (Radiofrequenzablation) oder die Kryoablation (Kältetechnik) eingesetzt. Höchste Priorität hat die Erhaltung der Herzmuskelpumpkraft. Das wird realisiert, in dem nur an den Herzklappenrändern oder in Verwachsungen und Narben verödet wird. Um solch eine gezielte, genaue und schonende Verödung durchzuführen, muss ein genaues und hochauflösendes computergestütztes anatomisches und elektrisches Landkartensystem des Herzens eingesetzt werden (3D-Mapping), das wir von den beiden führenden Herstellern anbieten können (NavX- und CARTO-3-System).

Bei bestimmten Herzerkrankungen (abgelaufende Herzmuskelentzündung, nicht-ischämische Kardiomyopathie) oder bei fehlendem Anschlagen durch eine Katheterablation durch üblichen Zugang über das Gefäßsystem in die Herzkammern, muss zusätzlich über die Herzaußenhaut gemessen und verödet werden. Auch dieses geschieht ohne operative Öffnung des Herzbeutels über eine minimal invasive Punktion des Herzbeutels (epikardiale Ablation). Eine solche Ablation sollte nur an einem Herzzentrum mit entsprechender Erfahrung druchgeführt werden. In Tübingen besteht eine langjährige Expertise für diesen Eingriff.

Wenn die Katheterablation nicht ausreichend wirksam ist, kann sie wiederholt werden. Dabei wird an den verödeten Arealen nachgebessert, oder die Verödungsstrategie erweitert.

 

Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

 

Bei kritischen Situationen bringt der Notarzt sie in eine Klinik, von der Patient nach Vordiagnostik und Stabilisierung uns zuverlegt werden kann. Bei stabilen Patienten erfolgt an einem ambulanten Termin (prästationärer Tag) eine ausführliche Aufklärung über den Eingriff und notwendige Untersuchungen wie eine ausführliche körperliche Untersuchung, Echokardiographie, Labordiagnostik etc.. Am Tag der stationären Aufnahme (Tag 1) erfolgt der Eingriff in unserem hochmodernen EPU-Labor. Der Eingriff wird bei uns in der Regel in Schlafnarkose (Analgosedierung) schmerzfrei durchgeführt und dauert 2-4 Stunden. Danach wird der Patient für einen Tag auf unserer kardiologischen Normalstation überwacht (Tag 2) und nach einer sorgfältigen Abschlußkontrolle in der Reget am dritten Tag entlassen.

 

Was muß nach der Behandlung beachtet werden?

 

Das Verfahren der Katheterablation ist eine gut verträgliche und risikoarme Behandlungsmöglichkeit von ventrikulären Tachykardien. In der Regel wird die Behandlung gut vertragen. Komplikationen (Nachblutungen, Herzbeutelblutungen, Rhythmusstörungen, Infektionen etc.) sind bei Patienten mit weitgehend erhaltener Herzfunktion in der Regel sicher zu beherrschen. Bei erheblich geschwächten Herzen gibt es allerdings vitale Risiken (Pumpversagen, Schlaganfall). Allerdings können die Eingriffe gerade bei diesen Patienten lebensrettend, bzw. lebensverlängernd sein.

 

Nach der Behandlung ist der Patient nach drei Tagen bis zu. einer Woche wieder belastbar. Eine Anschlußheilbehandlung ist nicht notwendig. Nach einer Ablation in der linken Herzkammer kann eine dreimonatige Therapie mit Aspirin oder einer Blutverdünnung notwendig werden, die danach wieder abgesetzt werden kann.

 

Welche Erfahrung hat das Universitätsklinikum Tübingen mit dieser Behandlungsmethode?

 

Die Kardiologie in Tübingen zählt zu den erfahrensten Zentren in der Behandlung von ventrikulären Tachykardien, die hier seit den Pionierzeiten der Katheterablation durchgeführt wird. Der Leiter der Rhythmologie betreibt die Ablation von ventrikulären Tachykardien aktiv seit 18 Jahren. Es werden über 600 Ablationen pro Jahr durchgeführt (davon um die 100 VT-Ablationen). Alle Behandlungen werden einer kontinuierliche Qualitätskontrolle unterzogen um ein durchweg hohes Qualitätsniveau sicherzustellen. Alle selbstständig arbeitenden ärztlichen Mitglieder des „Ablations-Team“ haben die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

 

 

Wie sieht die Nachsorge aus?

Aus Gründen der Qualitätssicherung wird bei manchen Patienten eine Verlaufskontrolle in unserer Ambulanz empfohlen. Die weitere Betreuung kann in der Regel vom niedergelassenen Kardiologen erfolgen.

 

Wie kann ich mich bei Ihnen zu einer möglichen Behandlung vorstellen?

 

Sollten Sie Fragen haben ob diese Behandlung bei Ihnen möglich und medizinisch sinnvoll ist, vereinbaren Sie einen ambulanten Termin in unserer Rhythmussprechstunde.

 

Ansprechpartner:

PD Dr. med. Jürgen Schreieck, leitender Oberarzt, Leiter der Rhythmologie

PD Dr. med. Peter Seizer, Oberarzt, Leiter des EPU-Labors

Dr. med. Michael Gramlich, Oberarzt

 

Gerinnungshemmende Therapie bei Herzkreislauferkrankungen (Antithrombotische Therapie)

Was ist eigentlich Gerinnung und Thrombose?

In unserem Körper laufen ständig Gerinnungsvorgänge statt, die sicherstellen, daß kein Blutverlust stattfindet. Bei Verletzungen garantiert eine normale Blutstillung und Thrombosebildung, daß die Wunde schnell abgedichtet wird. Hierbei spielen Blutplättchen (Thrombozyten) und Gerinnungsvorgänge (Koagulation) eine entscheidende Rolle.

 Warum soll ich gerinnungshemmende Medikamente einnehmen?

Viele Erkrankungen gehen einher mit einer gesteigerten Gerinnung und Thrombosebildung, welche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenembolie oder Tiefe Beinvenenthrombose auslösen. Die gerinnungshemmende Therapie zählt heute zu einem wesentlichen Eckpfeiler der Behandlung von Herzerkrankungen und führt zur Verbesserung der Prognose nach Eingriffen an den Herzklappen und dem Gefäßsystem.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Neue gerinnungshemmende Substanzen (z.B. ADP-Rezeptorantagonisten, Nicht-Vitamin-K Antagonisten Antikoagulantien) erlauben maßgeschneiderte Behandlungsansätze, erfordern aber auch eine individuelle Risikoeinschätzung des Blutungs- und des Thromboserisikos des einzelnen Patienten sowie ein tiefgreifendes Verständnis des Gerinnungssytems und der Pharmakologie dieser Substanzen. Dies ist insofern wichtig, da aufgrund von Begleiterkrankungen und Komplexität der Eingriffe oft eine Kombination aus verschiedenen Gerinnungshemmern bei einem Teil der Patienten notwendig ist.

 Was muß bei der gerinnungshemmenden Behandlung beachtet werden?

Jede Einnahme eines gerinnungshemmenden Medikaments vermindert das Risiko einer Thrombose, erhöht jedoch die Blutungsneigung. Aus diesem Grunde muß sehr individuell die Behandlung eingestellt werden und kontinuierlich die Verträglichkeit und Dauer der Therapie überprüft werden. Oft treten auch Situationen ein vor geplanten chirurgischen Eingriffen, die ein Absetzen oder Pausieren der Behandlung notwendig machen. Aus diesem Grund bieten wir in der Kardiologie am Universitätsklinikum Tübingen nach entsprechender Terminvereinbarung an, individuelle Behandlungskonzepte der gerinnungshemmenden Therapie bei komplexen Risikokonstellationen mit erfahrenen Kollegen in unserem Team zu besprechen. Anfragen zu individuellen Patientenfällen können auch von ärztlichen Kollegen mit Hilfe eines entsprechenden Formulars (link zu pdf-file) über unten angebende Email-Adresse an uns geleitet werden. Die Kontaktaufnahme mit Stellungnahme erfolgt zeitnah.

Spezielle Fragestellung und aktuelle Informationen zu wissenschaftlichen Studien und Patienteninformationsmaterial finden Sie auch auf der Webseite: www.thromboseforum.info

Anfrage antithrombotische Therapie

 Ansprechpartner:

Prof. Dr. Tobias Geisler

Dr. med. Dominik Rath

thrombosekardiologie@med.uni-tuebingen.de

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